Luther (1545)
2. Samuel 22
1Und David redete vor dem HErrn die Worte dieses Liedes zur Zeit, da ihn der HErr errettet hatte von der Hand aller seiner Feinde und von der Hand Sauls, und sprach: Share to feedTweet 2Der HErr ist mein Fels und meine Burg und mein Erretter. Share to feedTweet 3GOtt ist mein Hort, auf den ich traue, mein Schild und Horn meines Heils, mein Schutz und meine Zuflucht, mein Heiland, der du mir hilfst vom Frevel. Share to feedTweet 4Ich will den HErrn loben und anrufen, so werde ich von meinen Feinden erlöset werden. Share to feedTweet 5Denn es hatten mich umfangen die Schmerzen des Todes, und die Bäche Belials erschreckten mich. Share to feedTweet 6Der Höllen Bande umfingen mich, und des Todes Stricke überwältigten mich. Share to feedTweet 7Wenn mir angst ist, so rufe ich den HErrn an und schreie zu meinem GOtt, so erhöret er meine Stimme von seinem Tempel, und mein Geschrei kommt vor ihn zu seinen Ohren. Share to feedTweet 8Die Erde bebete und ward bewegt, die Grundfesten des Himmels regten sich und bebeten, da er zornig war. Share to feedTweet 9Dampf ging auf von seiner Nase und verzehrend Feuer von seinem Munde, daß es davon blitzte. Share to feedTweet 10Er neigete den Himmel und fuhr herab, und Dunkel war unter seinen Füßen. Share to feedTweet 11Und er fuhr auf dem Cherub und flog daher; und er schwebete auf den Fittichen des Windes. Share to feedTweet 12Sein Gezelt um ihn her war finster und schwarze dicke Wolken. Share to feedTweet 13Von dem Glanz vor ihm brannte es mit Blitzen. Share to feedTweet 14Der HErr donnerte vom Himmel, und der Höchste ließ seinen Donner aus. Share to feedTweet 15Er schoß seine Strahlen und zerstreuete sie; er ließ blitzen und schreckte sie. Share to feedTweet 16Da sah man Wassergüsse, und des Erdbodens Grund ward aufgedeckt von dem Schelten des HErrn, von dem Odem und Schnauben seiner Nase. Share to feedTweet 17Er schickte aus von der Höhe und holte mich und zog mich aus großen Wassern. Share to feedTweet 18Er errettete mich von meinen starken Feinden, von meinen Hassern, die mir zu mächtig waren, Share to feedTweet 19die mich überwältigten zur Zeit meines Unfalls. Und der HErr ward meine Zuversicht. Share to feedTweet 20Er führete mich aus in den Raum; er riß mich heraus, denn er hatte Lust zu mir. Share to feedTweet 21Der HErr tut wohl an mir nach meiner Gerechtigkeit; er vergilt mir nach der Reinigkeit meiner Hände. Share to feedTweet 22Denn ich halte die Wege des HErrn und bin nicht gottlos wider meinen GOtt. Share to feedTweet 23Denn alle seine Rechte habe ich vor Augen und seine Gebote werfe ich nicht von mir; Share to feedTweet 24sondern ich bin ohne Wandel vor ihm und hüte mich vor Sünden. Share to feedTweet 25Darum vergilt mir der HErr nach meiner Gerechtigkeit, nach meiner Reinigkeit vor seinen Augen. Share to feedTweet 26Bei den Heiligen bist du heilig, bei den Frommen bist du fromm, Share to feedTweet 27bei den Reinen bist du rein und bei den Verkehrten bist du verkehrt. Share to feedTweet 28Denn du hilfst dem elenden Volk und mit deinen Augen niedrigest du die Hohen. Share to feedTweet 29Denn du, HErr, bist meine Leuchte. Der HErr machet meine Finsternis licht. Share to feedTweet 30Denn mit dir kann ich Kriegsvolk zerschmeißen und mit meinem GOtt über die Mauern springen. Share to feedTweet 31GOttes Wege sind ohne Wandel, des HErrn Reden sind durchläutert; er ist ein Schild allen, die ihm vertrauen. Share to feedTweet 32Denn ist ein GOtt ohne den HErrn? Und wo ist ein Hort, ohne unser GOtt? Share to feedTweet 33GOtt stärket mich mit Kraft und weiset mir einen Weg ohne Wandel. Share to feedTweet 34Er machet meine Füße gleich den Hirschen und stellet mich auf meine Höhe. Share to feedTweet 35Er lehret meine Hände streiten und lehret meinen Arm den ehernen Bogen spannen. Share to feedTweet 36Und gibst mir den Schild deines Heils. Und wenn du mich demütigest, machst du mich groß. Share to feedTweet 37Du machst unter mir Raum zu gehen, daß meine Knöchel nicht gleiten. Share to feedTweet 38Ich will meinen Feinden nachjagen und sie vertilgen; und will nicht umkehren, bis ich sie umgebracht habe. Share to feedTweet 39Ich will sie umbringen und zerschmeißen, und sollen mir nicht widerstehen; sie müssen unter meine Füße fallen. Share to feedTweet 40Du kannst mich rüsten mit Stärke zum Streit; du kannst unter mich werfen, die sich wider mich setzen. Share to feedTweet 41Du gibst mir meine Feinde in die Flucht, daß ich verstöre, die mich hassen. Share to feedTweet 42Sie lieben sich zu, aber da ist kein Helfer; zum HErrn, aber er antwortet ihnen nicht. Share to feedTweet 43Ich will sie zerstoßen wie Staub auf der Erde; wie Kot auf der Gasse will ich sie verstäuben und zerstreuen. Share to feedTweet 44Du hilfst mir von dem zänkischen Volk und behütest mich zum Haupt unter den Heiden; ein Volk, das ich nicht kannte, dienet mir. Share to feedTweet 45Den fremden Kindern hat es wider mich gefehlet, und gehorchen mir mit gehorsamen Ohren. Share to feedTweet 46Die fremden Kinder sind verschmachtet und zappeln in ihren Banden. Share to feedTweet 47Der HErr lebet; und gelobet sei mein Hort, und GOtt, der Hort meines Heils, müsse erhaben werden, Share to feedTweet 48der GOtt, der mir die Rache gibt und wirft die Völker unter mich. Share to feedTweet 49Er hilft mir aus von meinen Feinden. Du erhöhest mich aus denen, die sich wider mich setzen; du hilfst mir von den Frevlern. Share to feedTweet 50Darum will ich dir danken, HErr, unter den Heiden und deinem Namen lobsingen, Share to feedTweet 51der seinem Könige groß Heil beweiset und wohltut seinem Gesalbten David und seinem Samen ewiglich. Share to feedTweet