Luther (1545)
5. Mose 32
1Merket auf, ihr Himmel, ich will reden; und die Erde höre die Rede meines Mundes! Share to feedTweet 2Meine Lehre triefe wie der Regen, und meine Rede fließe wie Tau, wie der Regen auf das Gras und wie die Tropfen auf das Kraut. Share to feedTweet 3Denn ich will den Namen des HErrn preisen. Gebt unserm GOtt allein die Ehre! Share to feedTweet 4Er ist ein Fels. Seine Werke sind unsträflich; denn alles, was er tut, das ist recht. Treu ist GOtt und kein Böses an ihm; gerecht und fromm ist er. Share to feedTweet 5Die verkehrte und böse Art fällt von ihm ab; sie sind Schandflecken und nicht seine Kinder. Share to feedTweet 6Dankest du also dem HErrn, deinem GOtt, du toll und töricht Volk? Ist er nicht dein Vater und dein HErr? Ist's nicht er allein, der dich gemacht und bereitet hat? Share to feedTweet 7Gedenke der vorigen Zeit bis daher und betrachte, was er getan hat an den alten Vätern. Frage deinen Vater, der wird dir's verkündigen, deine Ältesten, die werden dir's sagen. Share to feedTweet 8Da der Allerhöchste die Völker zerteilete und zerstreuete der Menschen Kinder, da setzte er die Grenzen der Völker nach der Zahl der Kinder Israel. Share to feedTweet 9Denn des HErrn Teil ist sein Volk; Jakob ist die Schnur seines Erbes. Share to feedTweet 10Er fand ihn in der Wüste, in der dürren Einöde, da es heulet. Er führete ihn und gab ihm das Gesetz. Er behütete ihn wie seinen Augapfel, Share to feedTweet 11wie ein Adler ausführet seine Jungen und über ihnen schwebet. Er breitete seine Fittiche aus und nahm ihn und trug sie auf seinen Flügeln. Share to feedTweet 12Der HErr allein leitete ihn, und war kein fremder GOtt mit ihm. Share to feedTweet 13Er ließ ihn hoch herfahren auf Erden und nährete ihn mit den Früchten des Feldes, und ließ ihn Honig saugen aus den Felsen und Öl aus den harten Steinen, Share to feedTweet 14Butter von den Kühen und Milch von den Schafen, samt dem Fett von den Lämmern, und feiste Widder und Böcke mit fetten Nieren, und Weizen, und tränkte ihn mit gutem Traubenblut. Share to feedTweet 15Da er aber fett und satt ward, ward er geil. Er ist fett und dick und stark worden und hat den GOtt fahren lassen, der ihn gemacht hat Er hat den Fels seines Heils gering geachtet; Share to feedTweet 16und hat ihn zu Eifer gereizet durch Fremde, durch die Greuel hat er ihn erzürnet. Share to feedTweet 17Sie haben den Feldteufeln geopfert und nicht ihrem GOtt, den Göttern, die sie nicht kannten, den neuen, die zuvor nicht gewesen sind, die eure Väter nicht geehret haben. Share to feedTweet 18Deinen Fels, der dich gezeuget hat, hast du aus der Acht gelassen und hast vergessen GOttes, der dich gemacht hat. Share to feedTweet 19Und da es der HErr sah, ward er zornig über seine Söhne und Töchter. Share to feedTweet 20Und er sprach: Ich will mein Antlitz vor ihnen verbergen, will sehen, was ihnen zuletzt widerfahren wird; denn es ist eine verkehrte Art, es sind untreue Kinder. Share to feedTweet 21Sie haben mich gereizet an dem, das nicht GOtt ist; mit ihrer Abgötterei haben sie mich erzürnet und ich will sie wieder reizen an dem, das nicht ein Volk ist; an einem närrischen Volk will ich sie erzürnen. Share to feedTweet 22Denn das Feuer ist angegangen durch meinen Zorn und wird brennen bis in die unterste Hölle; und wird verzehren das Land mit seinem Gewächs und wird anzünden die Grundfeste der Berge. Share to feedTweet 23Ich will alles Unglück über sie häufen, ich will alle meine Pfeile in sie schießen. Share to feedTweet 24Vor Hunger sollen sie verschmachten und verzehret werden vom Fieber und jähem Tode. Ich will der Tiere Zähne unter sie schicken und der Schlangen Gift. Share to feedTweet 25Auswendig wird sie das Schwert berauben und inwendig das Schrecken; beide, Jünglinge und Jungfrauen, die Säuglinge mit dem grauen Manne. Share to feedTweet 26Ich will sagen: Wo sind sie? Ich werde ihr Gedächtnis aufheben unter den Menschen, Share to feedTweet 27wenn ich nicht den Zorn der Feinde scheuete, daß nicht ihre Feinde stolz würden und möchten sagen: Unsere Macht ist hoch, und der HErr hat nicht solches alles getan. Share to feedTweet 28Denn es ist ein Volk, da kein Rat innen ist, und ist kein Verstand in ihnen. Share to feedTweet 29O daß sie weise wären und vernähmen solches, daß sie verstünden, was ihnen hernach begegnen wird! Share to feedTweet 30Wie geht es zu, daß einer wird ihrer tausend jagen und zween werden zehntausend flüchtig machen? Ist's nicht daß sie ihr Fels verkauft hat, und der HErr hat sie übergeben? Share to feedTweet 31Denn unser Fels ist nicht wie ihr Fels, des sind unsere Feinde selbst Richter. Share to feedTweet 32Denn ihr Weinstock ist des Weinstocks zu Sodom und von dem Acker Gomorrhas; ihre Trauben sind Galle, sie haben bittere Beeren; Share to feedTweet 33ihr Wein ist Drachengift und wütiger Ottern Galle. Share to feedTweet 34Ist solches nicht bei mir verborgen und versiegelt in meinen Schätzen? Share to feedTweet 35Die Rache ist mein; ich will vergelten. Zu seiner Zeit soll ihr Fuß gleiten; denn die Zeit ihres Unglücks ist nahe, und ihr Künftiges eilet herzu. Share to feedTweet 36Denn der HErr wird sein Volk richten und über seine Knechte wird er sich erbarmen. Denn er wird ansehen, daß ihre Macht dahin, ist, und beide das Verschlossene und Verlassene weg ist. Share to feedTweet 37Und man wird sagen: Wo sind ihre Götter, ihr Fels, darauf sie traueten, Share to feedTweet 38von welcher Opfer sie Fett aßen und tranken den Wein ihres Trankopfers? Lasset sie aufstehen und euch helfen und euch schützen! Share to feedTweet 39Sehet ihr nun, daß ich's allein bin, und ist kein GOtt neben mir? Ich kann töten und lebendig machen; ich kann schlagen und kann heilen, und ist niemand, der aus meiner Hand errette. Share to feedTweet 40Denn ich will meine Hand in den Himmel heben und will sagen: Ich lebe ewiglich. Share to feedTweet 41Wenn ich den Blitz meines Schwerts wetzen werde, und meine Hand zur Strafe greifen wird, so will ich mich wieder rächen an meinen Feinden und denen, die mich hassen, vergelten. Share to feedTweet 42Ich will meine Pfeile mit Blut trunken machen, und mein Schwert soll Fleisch fressen über dem Blut der Erschlagenen und über dem Gefängnis und über dem entblößten Haupt des Feindes. Share to feedTweet 43Jauchzet alle die ihr sein Volk seid; denn er wird das Blut seiner Knechte rächen und wird sich an seinen Feinden rächen und gnädig sein dem Lande seines Volks. Share to feedTweet 44Und Mose kam und redete alle Worte dieses Liedes vor den Ohren des Volks, er und Josua, der Sohn Nuns. Share to feedTweet 45Da nun Mose solches alles ausgeredet hatte zum ganzen Israel, Share to feedTweet 46sprach er zu ihnen: Nehmet zu Herzen alle Worte, die ich euch heute bezeuge, daß ihr euren Kindern befehlet, daß sie halten und tun alle Worte dieses Gesetzes. Share to feedTweet 47Denn es ist nicht ein vergeblich Wort an euch, sondern es ist euer Leben; und solch Wort wird euer Leben verlängern auf dem Lande, da ihr hingehet über den Jordan, daß ihr's einnehmet. Share to feedTweet 48Und der HErr redete mit Mose desselben Tages und sprach: Share to feedTweet 49Gehe auf das Gebirge Abarim, auf den Berg Nebo, der da liegt im Moabiterlande gegen Jericho über, und besiehe das Land Kanaan, das ich den Kindern Israel zum Eigentum geben werde, Share to feedTweet 50und stirb auf dem Berge, wenn du hinaufkommen bist, und versammle dich zu deinem Volk, gleichwie dein Bruder Aaron starb auf dem Berge Hor und sich zu seinem Volk versammelte, Share to feedTweet 51darum daß ihr euch an mir versündiget habt unter den Kindern Israel bei dem Haderwasser zu Kades in der Wüste Zin, daß ihr mich, nicht, heiligtet unter den Kindern Israel; Share to feedTweet 52denn du sollst das Land gegen dir sehen, das ich den Kindern Israel gebe, aber du sollst nicht hineinkommen: Share to feedTweet