Luther (1545)
Hiob 21
1Hiob antwortete und sprach: Share to feedTweet 2Höret doch zu meiner Rede und lasset euch raten! Share to feedTweet 3Vertraget mich, daß ich auch rede, und spottet danach mein. Share to feedTweet 4Handele ich denn mit einem Menschen, daß mein Mut hierin nicht sollte unwillig sein? Share to feedTweet 5Kehret euch her zu mir; ihr werdet sauer sehen und die Hand aufs Maul legen müssen. Share to feedTweet 6Wenn ich daran gedenke, so erschrecke ich, und Zittern kommt mein Fleisch an. Share to feedTweet 7Warum leben denn die Gottlosen, werden alt und nehmen zu mit Gütern? Share to feedTweet 8Ihr Same ist sicher um sie her, und ihre Nachkömmlinge sind bei ihnen. Share to feedTweet 9Ihr Haus hat Frieden vor der Furcht, und GOttes Rute ist nicht über ihnen. Share to feedTweet 10Seine Ochsen lässet man zu, und mißrät ihm nicht; seine Kuh kalbet und ist nicht unfruchtbar. Share to feedTweet 11Ihre jungen Kinder gehen aus wie eine Herde, und ihre Kinder lecken. Share to feedTweet 12Sie jauchzen mit Pauken und Harfen und sind fröhlich mit Pfeifen. Share to feedTweet 13Sie werden alt bei guten Tagen und erschrecken kaum einen Augenblick vor der Hölle, Share to feedTweet 14die doch sagen zu GOtt: Hebe dich von uns, wir wollen von deinen Wegen nicht wissen. Share to feedTweet 15Wer ist der Allmächtige, daß wir ihm dienen sollten, oder was sind wir gebessert, so wir ihn anrufen? Share to feedTweet 16Aber siehe, ihr Gut stehet nicht in ihren Händen; darum soll der Gottlosen Sinn ferne von mir sein. Share to feedTweet 17Wie wird die Leuchte der Gottlosen verlöschen und ihr Unglück über sie kommen! Er wird Herzeleid austeilen in seinem Zorn. Share to feedTweet 18Sie werden sein wie Stoppeln vor dem Winde und wie Spreu, die der Sturmwind wegführet. Share to feedTweet 19GOtt behält desselben Unglück auf seine Kinder. Wenn er's ihm vergelten wird, so wird man's inne werden. Share to feedTweet 20Seine Augen werden sein Verderben sehen, und vom Grimm des Allmächtigen wird er trinken. Share to feedTweet 21Denn wer wird Gefallen haben an seinem Hause nach ihm? Und die Zahl seiner Monden wird kaum halb bleiben. Share to feedTweet 22Wer will GOtt lehren, der auch die Hohen richtet? Share to feedTweet 23Dieser stirbt frisch und gesund in allem Reichtum und voller Genüge; Share to feedTweet 24sein Melkfaß ist voll Milch, und seine Gebeine werden gemästet mit Mark; Share to feedTweet 25jener aber stirbt mit betrübter Seele und hat nie mit Freuden gegessen; Share to feedTweet 26und liegen gleich miteinander in der Erde, und Würmer decken sie zu. Share to feedTweet 27Siehe, ich kenne eure Gedanken wohl und euer frevel Vornehmen wider mich. Share to feedTweet 28Denn ihr sprechet: Wo ist das Haus des Fürsten, und wo ist die Hütte, da die Gottlosen wohneten? Share to feedTweet 29Redet ihr doch davon wie der gemeine Pöbel und merket nicht, was jener Wesen bedeutet. Share to feedTweet 30Denn der Böse wird behalten auf den Tag des Verderbens, und auf den Tag des Grimms bleibet er. Share to feedTweet 31Wer will sagen, was er verdienet, wenn man's äußerlich ansiehet? Wer will ihm vergelten, was er tut? Share to feedTweet 32Aber er wird zum Grabe gerissen und muß bleiben bei dem Haufen. Share to feedTweet 33Es gefiel ihm wohl der Schlamm des Bachs, und alle Menschen werden ihm nachgezogen; und derer, die vor ihm gewesen sind, ist keine Zahl. Share to feedTweet 34Wie tröstet ihr mich so vergeblich, und eure Antwort findet sich unrecht. Share to feedTweet