Luther (1545)
Hiob 33
1Höre doch, Hiob, meine Rede und merke auf alle meine Worte! Share to feedTweet 2Siehe, ich tue meinen Mund auf, und meine Zunge redet in meinem Munde. Share to feedTweet 3Mein Herz soll recht reden, und meine Lippen sollen den reinen Verstand sagen. Share to feedTweet 4Der Geist GOttes hat mich gemacht, und der Odem des Allmächtigen hat mir das Leben gegeben. Share to feedTweet 5Kannst du, so antworte mir; schicke dich gegen mich und stelle dich! Share to feedTweet 6Siehe ich bin GOttes ebensowohl als du, und aus Leimen bin ich auch gemacht. Share to feedTweet 7Doch du darfst vor mir nicht erschrecken, und meine Hand soll dir nicht zu schwer sein. Share to feedTweet 8Du hast geredet vor meinen Ohren, die Stimme deiner Rede mußte ich hören: Share to feedTweet 9Ich bin rein, ohne Missetat, unschuldig und habe keine Sünde. Share to feedTweet 10Siehe, er hat eine Sache wider mich funden, darum achtet er mich für seinen Feind. Share to feedTweet 11Er hat meinen Fuß in Stock gelegt und hat alle meine Wege verwahret. Share to feedTweet 12Siehe, eben daraus schließe ich wider dich, daß du nicht recht bist; denn GOtt ist mehr weder ein Mensch. Share to feedTweet 13Warum willst du mit ihm zanken, daß er dir nicht Rechenschaft gibt alles seines Tuns? Share to feedTweet 14Denn wenn GOtt einmal etwas beschließt, so bedenket er's nicht erst her nach. Share to feedTweet 15Im Traum des Gesichts in der Nacht, wenn der Schlaf auf die Leute fällt, wenn sie schlafen auf dem Bette, Share to feedTweet 16da öffnet er das Ohr der Leute und schreckt sie und züchtiget sie, Share to feedTweet 17daß er den Menschen von seinem Vorhaben wende und beschirme ihn vor Hoffart. Share to feedTweet 18Und verschonet seiner Seele vor dem Verderben und seines Lebens, daß es nicht ins Schwert falle. Share to feedTweet 19Er straft ihn mit Schmerzen auf seinem Bette und alle seine Gebeine heftig; Share to feedTweet 20und richtet ihm sein Leben so zu, daß ihm vor der Speise ekelt, und seine Seele, daß sie nicht Lust zu essen hat. Share to feedTweet 21Sein Fleisch verschwindet, daß er nicht wohl sehen mag, und seine Beine werden zerschlagen, daß man sie nicht gerne ansiehet, Share to feedTweet 22daß seine Seele nahet zum Verderben und sein Leben zu den Toten. Share to feedTweet 23So dann ein Engel, einer aus tausend, mit ihm redet, zu verkündigen dem Menschen, wie er solle recht tun, Share to feedTweet 24so wird er ihm gnädig sein und sagen: Er soll erlöset werden, daß er nicht hinunterfahre ins Verderben; denn ich habe eine Versöhnung funden. Share to feedTweet 25Sein Fleisch grüne wieder wie in der Jugend, und laß ihn wieder jung werden. Share to feedTweet 26Er wird GOtt bitten; der wird ihm Gnade erzeigen und wird sein Antlitz sehen lassen mit Freuden und wird dem Menschen nach seiner Gerechtigkeit vergelten. Share to feedTweet 27Er wird vor den Leuten bekennen und sagen: Ich wollte gesündiget und das Recht verkehret haben, aber es hätte mir nichts genützet. Share to feedTweet 28Er hat meine Seele erlöset, daß sie nicht führe ins Verderben, sondern mein Leben das Licht sähe. Share to feedTweet 29Siehe, das alles tut GOtt zwei oder dreimal mit einem jeglichen, Share to feedTweet 30daß er seine Seele herumhole aus dem Verderben und erleuchte ihn mit dem Licht der Lebendigen. Share to feedTweet 31Merke auf, Hiob, und höre mir zu, und schweige, daß ich rede! Share to feedTweet 32Hast du aber was zu sagen, so antworte mir; sage her, bist du recht, ich will's gerne hören. Share to feedTweet 33Hast du aber nichts, so höre mir zu und schweige, ich will dich die Weisheit lehren. Share to feedTweet