Luther (1545)
Hiob 37
1Des entsetzt sich mein Herz und bebet. Share to feedTweet 2Lieber, höret doch, wie sein Donner zürnet, und was für Gespräch von seinem Munde ausgehet! Share to feedTweet 3Er siehet unter allen Himmeln, und sein Blitz scheinet auf die Enden der Erde. Share to feedTweet 4Dem nach brüllet der Donner, und er donnert mit seinem großen Schall, und wenn sein Donner gehöret wird, kann man's nicht aufhalten. Share to feedTweet 5GOtt donnert mit seinem Donner greulich und tut große Dinge, und wird doch nicht erkannt. Share to feedTweet 6Er spricht zum Schnee, so ist er bald auf Erden, und zum Platzregen, so ist der Platzregen da mit Macht. Share to feedTweet 7Alle Menschen hat er in der Hand als verschlossen, daß die Leute lernen, was er tun kann. Share to feedTweet 8Das wilde Tier gehet in die Höhle und bleibt an seinem Ort. Share to feedTweet 9Von Mittag her kommt Wetter und von Mitternacht Kälte. Share to feedTweet 10Vom Odem GOttes kommt Frost, und große Wasser, wenn er auftauen läßt. Share to feedTweet 11Die dicken Wolken scheiden sich, daß es helle werde, und durch den Nebel bricht sein Licht. Share to feedTweet 12Er kehret die Wolken, wo er hin will, daß sie schaffen alles, was er ihnen gebeut, auf dem Erdboden, Share to feedTweet 13es sei über ein Geschlecht oder über ein Land, so man ihn barmherzig findet. Share to feedTweet 14Da merke auf, Hiob; stehe, und vernimm die Wunder GOttes! Share to feedTweet 15Weißt du, wenn GOtt solches über sie bringt und wenn er das Licht seiner Wolken läßt hervorbrechen? Share to feedTweet 16Weißt du, wie sich die Wolken ausstreuen? Welche Wunder die Vollkommenen wissen. Share to feedTweet 17Daß deine Kleider warm sind, wenn das Land stille ist vom Mittagswind? Share to feedTweet 18Ja, du wirst mit ihm die Wolken ausbreiten, die fest stehen wie ein gegossener Spiegel. Share to feedTweet 19Zeige uns, was wir ihm sagen sollen; denn wir werden nicht dahin reichen vor Finsternis. Share to feedTweet 20Wer wird ihm erzählen, daß ich rede? So jemand redet, der wird verschlungen. Share to feedTweet 21Jetzt siehet man das Licht nicht, das in den Wolken helle leuchtet; wenn aber der Wind wehet, so wird's klar. Share to feedTweet 22Von Mitternacht kommt Gold zu Lob vor dem schrecklichen GOtt. Share to feedTweet 23Den Allmächtigen aber mögen sie nicht begreifen, der so groß ist von Kraft; denn er wird von seinem Recht und guter Sache nicht Rechenschaft geben. Share to feedTweet 24Darum müssen ihn fürchten die Leute; und er fürchtet sich vor keinem, wie weise sie sind. Share to feedTweet