Luther (1545)
Markus 5
1Und sie kamen jenseit des Meers, in die Gegend der Gadarener. Share to feedTweet 2Und als er aus dem Schiff trat, lief ihm alsbald entgegen aus den Gräbern ein besessener Mensch mit einem unsaubern Geist, Share to feedTweet 3der seine Wohnung in den Gräbern hatte. Und niemand konnte ihn binden, auch nicht mit Ketten. Share to feedTweet 4Denn er war oft mit Fesseln und Ketten gebunden gewesen und hatte die Ketten abgerissen und die Fesseln zerrieben, und niemand konnte ihn zähmen. Share to feedTweet 5Und er war allezeit, Tag und Nacht, auf den Bergen und in den Gräbern, schrie und schlug sich mit Steinen. Share to feedTweet 6Da er aber JEsus sah von ferne, lief er zu und fiel vor ihm nieder, schrie laut und sprach: Share to feedTweet 7Was hab' ich mit dir zu tun, o JEsu, du Sohn GOttes, des Allerhöchsten,? Ich beschwöre dich bei GOtt, daß du mich nicht quälest! Share to feedTweet 8Er aber sprach zu ihm: Fahre aus, du unsauberer Geist, von dem Menschen! Share to feedTweet 9Und er fragte ihn: Wie heißest du? Und er antwortete und sprach: Legion heiße ich; denn unser ist viel. Share to feedTweet 10Und er bat ihn sehr, daß er sie nicht aus derselben Gegend triebe. Share to feedTweet 11Und es war daselbst an den Bergen eine große Herde Säue auf der Weide. Share to feedTweet 12Und die Teufel baten ihn alle und sprachen: Laß uns in die Säue fahren! Share to feedTweet 13Und alsbald erlaubete ihnen JEsus. Da fuhren die unsaubern Geister aus und fuhren in die Säue und die Herde stürzte sich mit einem Sturm ins Meer (ihrer war aber bei zweitausend) und ersoffen im Meer. Share to feedTweet 14Und die Sauhirten flohen und verkündigten das in der Stadt und auf dem Lande. Und sie gingen hinaus, zu sehen, was da geschehen war. Share to feedTweet 15Und kamen zu JEsu und sahen den, so von den Teufeln besessen war, daß er saß und war bekleidet und vernünftig, und fürchteten sich. Share to feedTweet 16Und die es gesehen hatten, sagten ihnen, was dem Besessenen widerfahren war, und von den Säuen. Share to feedTweet 17Und sie fingen an und baten ihn, daß er aus ihrer Gegend zöge. Share to feedTweet 18Und da er in das Schiff trat, bat ihn der Besessene, daß er möchte bei ihm sein. Share to feedTweet 19Aber JEsus ließ es ihm nicht zu, sondern sprach zu ihm: Gehe hin in dein Haus und zu den Deinen und verkündige ihnen, wie große Wohltat dir der HErr getan und sich deiner erbarmet hat. Share to feedTweet 20Und er ging hin und fing an auszurufen in den zehn Städten, wie große Wohltat ihm JEsus getan hatte. Und jedermann verwunderte sich. Share to feedTweet 21Und da JEsus wieder herüberfuhr im Schiff, versammelte sich viel Volks zu ihm und war an dem Meer. Share to feedTweet 22Und siehe, da kam der Obersten einer von der Schule mit Namen Jairus. Und da er ihn sah, fiel er ihm zu Füßen Share to feedTweet 23und bat ihn sehr und sprach: Meine Tochter ist in den letzten Zügen; du wollest kommen und deine Hand auf sie legen, daß sie gesund werde und lebe. Share to feedTweet 24Und er ging hin mit ihm. Und es folgte ihm viel Volks nach, und sie drängeten ihn. Share to feedTweet 25Und da war ein Weib, das hatte den Blutgang zwölf Jahre gehabt Share to feedTweet 26und viel erlitten von vielen Ärzten und hatte all ihr Gut darob verzehrt; und half ihr nichts, sondern vielmehr ward es ärger mit ihr. Share to feedTweet 27Da die von JEsu hörete, kam sie im Volk von hinten zu und rührete sein Kleid an. Share to feedTweet 28Denn sie sprach: Wenn ich nur sein Kleid möchte anrühren, so würde ich gesund. Share to feedTweet 29Und alsbald vertrocknete der Brunn ihres Bluts; und sie fühlte es am Leibe, daß sie von ihrer Plage war gesund worden. Share to feedTweet 30Und JEsus fühlete alsbald an ihm selbst die Kraft, die von ihm ausgegangen war, und wandte sich um zum Volk und sprach: Wer hat meine Kleider angerühret? Share to feedTweet 31Und die Jünger sprachen zu ihm: Du siehest, daß dich das Volk dränget, und sprichst: Wer hat mich angerühret? Share to feedTweet 32Und er sah sich um nach der, die das getan hatte. Share to feedTweet 33Das Weib aber fürchtete sich und zitterte (denn sie wußte, was an ihr geschehen war), kam und fiel vor ihm nieder und sagte ihm die ganze Wahrheit. Share to feedTweet 34Er sprach aber zu ihr: Meine Tochter, dein Glaube hat dich gesund gemacht. Gehe hin mit Frieden und sei gesund von deiner Plage! Share to feedTweet 35Da er noch also redete, kamen etliche vom Gesinde des Obersten der Schule und sprachen: Deine Tochter ist gestorben, was mühest du weiter den Meister? Share to feedTweet 36JEsus aber hörete bald die Rede, die da gesagt ward, und sprach zu dem Obersten der Schule: Fürchte dich nicht; glaube nur! Share to feedTweet 37Und ließ niemand ihm nachfolgen denn Petrus und Jakobus und Johannes, den Bruder des Jakobus. Share to feedTweet 38Und er kam in das Haus des Obersten der Schule und sah das Getümmel, und die da sehr weineten und heuleten. Share to feedTweet 39Und er ging hinein und sprach zu ihnen: Was tummelt und weinet ihr? Das Kind ist nicht gestorben, sondern es schläft. Und sie verlachten ihn. Share to feedTweet 40Und er trieb sie alle aus und nahm mit sich den Vater des Kindes und die Mutter und die bei ihm waren, und ging hinein, da das Kind lag. Share to feedTweet 41Und ergriff das Kind bei der Hand und sprach zu ihr: Talitha, kumi! das ist verdolmetschet: Mägdlein, ich sage dir, stehe auf! Share to feedTweet 42Und alsbald stund das Mägdlein auf und wandelte; es war aber zwölf Jahre alt. Und sie entsetzten sich über die Maßen. Share to feedTweet 43Und er verbot ihnen hart, daß es niemand wissen sollte, und sagte, sie sollten ihr zu essen geben. Share to feedTweet