Luther (1545)
Philipper 2
1Ist nun bei euch Ermahnung in Christo, ist Trost der Liebe, ist Gemeinschaft des Geistes, ist herzliche Liebe und Barmherzigkeit, Share to feedTweet 2so erfüllet meine Freude, daß ihr eines Sinnes seid, gleiche Liebe habet, einmütig und einhellig seid, Share to feedTweet 3nichts tut durch Zank oder eitle Ehre, sondern durch Demut achtet euch untereinander einer den andern höher denn sich selbst. Share to feedTweet 4Und ein jeglicher sehe nicht auf das Seine, sondern auf das, was des andern ist. Share to feedTweet 5Ein jeglicher sei gesinnet, wie JEsus Christus auch war, Share to feedTweet 6welcher, ob er wohl in göttlicher Gestalt war, hielt er's nicht für einen Raub, GOtt gleich sein, Share to feedTweet 7sondern entäußerte sich selbst und nahm Knechtsgestalt an, ward gleich wie ein anderer Mensch und an Gebärden als ein Mensch erfunden, Share to feedTweet 8erniedrigte sich selbst und ward gehorsam bis zum Tode, ja zum Tode am Kreuz. Share to feedTweet 9Darum hat ihn auch GOtt erhöhet und hat ihm einen Namen gegeben, der über alle Namen ist, Share to feedTweet 10daß in dem Namen JEsu sich beugen sollen alle derer Kniee, die im Himmel und auf Erden und unter der Erde sind, Share to feedTweet 11und alle Zungen bekennen sollen, daß JEsus Christus der HErr sei, zur Ehre GOttes des Vaters.] Share to feedTweet 12Also, meine Liebsten, wie ihr allezeit seid gehorsam gewesen, nicht allein in meiner Gegenwart, sondern auch nun viel mehr in meiner Abwesenheit: Schaffet, daß ihr selig werdet, mit Furcht und Zittern! Share to feedTweet 13Denn GOtt ist's, der in euch wirket beides, das Wollen und das Vollbringen, nach seinem Wohlgefallen. Share to feedTweet 14Tut alles ohne Murmeln und ohne Zweifel, Share to feedTweet 15auf daß ihr seid ohne Tadel und lauter und GOttes Kinder, unsträflich mitten unter dem unschlachtigen und verkehrten Geschlecht, unter welchem ihr scheinet als Lichter in der Welt Share to feedTweet 16damit, daß ihr haltet ob dem Wort des Lebens, mir zu einem Ruhm an dem Tage Christi, als der ich nicht vergeblich gelaufen noch vergeblich gearbeitet habe. Share to feedTweet 17Und ob ich geopfert werde über dem Opfer und Gottesdienst eures Glaubens, so freue ich mich und freue mich mit euch allen. Share to feedTweet 18Desselbigen sollt ihr euch auch freuen und sollt euch mit mir freuen. Share to feedTweet 19Ich hoffe aber in dem HErrn JEsu, daß ich Timotheus bald werde zu euch senden, daß ich auch erquicket werde, wenn ich erfahre, wie es um euch stehet. Share to feedTweet 20Denn ich habe keinen, der so gar meines Sinnes sei, der so herzlich für euch sorget. Share to feedTweet 21Denn sie suchen alle das Ihre, nicht das Christi JEsu ist. Share to feedTweet 22Ihr aber wisset, daß er rechtschaffen ist; denn wie ein Kind dem Vater hat er mit mir gedienet am Evangelium. Share to feedTweet 23Denselbigen, hoffe ich, werde ich senden von Stund' an, wenn ich erfahren habe, wie es um mich stehet. Share to feedTweet 24Ich vertraue aber in dem HErrn, daß auch ich selbst bald kommen werde. Share to feedTweet 25Ich hab's aber für nötig angesehen, den Bruder Epaphroditus zu euch zu senden, der mein Gehilfe und Mitstreiter und euer Apostel und meiner Notdurft Diener ist, Share to feedTweet 26sintemal er nach euch allen Verlangen hatte und war hoch bekümmert darum, daß ihr gehöret hattet, daß er krank war gewesen. Share to feedTweet 27Und er war zwar todkrank, aber GOtt hat sich über ihn erbarmet, nicht allein aber über ihn, sondern auch über mich, auf daß ich, nicht eine Traurigkeit über die andere hätte. Share to feedTweet 28Ich habe ihn aber desto eilender gesandt, auf daß ihr ihn sehet und wieder fröhlich werdet, und ich auch der Traurigkeit weniger habe. Share to feedTweet 29So nehmet ihn nun auf in dem HErrn mit allen Freuden und habt solche in Ehren. Share to feedTweet 30Denn um des Werks Christi willen ist er dem Tode so nahe kommen, da er sein Leben gering bedachte, auf daß er mir dienete an eurer Statt. Share to feedTweet