Luther (1545)
Psalm 139
1Ein Psalm Davids, vorzusingen. HErr, du erforschest mich und kennest mich. Share to feedTweet 2Ich sitze oder stehe auf, so weißest du es: du verstehest meine Gedanken von ferne. Share to feedTweet 3Ich gehe oder liege, so bist du um mich und siehest alle meine Wege. Share to feedTweet 4Denn siehe, es ist kein Wort auf meiner Zunge, das du, HErr, nicht alles wissest. Share to feedTweet 5Du schaffest es, was ich vor oder hernach tue, und hältst deine Hand über mir. Share to feedTweet 6Solche Erkenntnis ist mir zu wunderlich und zu hoch; ich kann's nicht begreifen. Share to feedTweet 7Wo soll ich hingehen vor deinem Geist und wo soll ich hinfliehen vor deinem Angesicht? Share to feedTweet 8Führe ich gen Himmel, so bist du da. Bettete ich mir in die Hölle, siehe, so bist du auch da. Share to feedTweet 9Nähme ich Flügel der Morgenröte und bliebe am äußersten Meer, Share to feedTweet 10so würde mich doch deine Hand daselbst führen und deine Rechte mich halten. Share to feedTweet 11Spräche ich: Finsternis möge mich decken, so muß die Nacht auch Licht um mich sein; Share to feedTweet 12denn auch Finsternis nicht finster ist bei dir, und die Nacht leuchtet wie der Tag, Finsternis ist wie das Licht. Share to feedTweet 13Denn du hast meine Nieren in deiner Gewalt, du warest über mir in Mutterleibe. Share to feedTweet 14Ich danke dir darüber, daß ich wunderbarlich gemacht bin; wunderbarlich sind deine Werke, und das erkennet meine Seele wohl. Share to feedTweet 15Es war dir mein Gebein nicht verhohlen, da ich im Verborgenen gemacht ward, da ich gebildet ward unten in der Erde. Share to feedTweet 16Deine Augen sahen mich, da ich noch unbereitet war, und waren alle Tage auf dein Buch geschrieben, die noch werden sollten, und derselben keiner da war. Share to feedTweet 17Aber wie köstlich sind vor mir, GOtt, deine Gedanken! Wie ist ihrer so eine große Summa! Share to feedTweet 18Sollt ich sie zählen, so würde ihrer mehr sein denn des Sandes. Wenn ich aufwache, bin ich noch bei dir. Share to feedTweet 19Ach, GOtt, daß du tötetest die Gottlosen, und die Blutgierigen von mir weichen müßten! Share to feedTweet 20Denn sie reden von dir lästerlich, und deine Feinde erheben sich ohne Ursache. Share to feedTweet 21Ich hasse ja, HErr, die dich hassen, und verdreußt mich auf sie, daß sie sich wider dich setzen. Share to feedTweet 22Ich hasse sie in rechtem Ernst; darum sind sie mir feind. Share to feedTweet 23Erforsche mich, GOtt, und erfahre mein Herz; prüfe mich und erfahre, wie ich's meine; Share to feedTweet 24und siehe, ob ich auf bösem Wege bin, und leite mich auf ewigem Wege. Share to feedTweet