Luther (1545)
Psalm 31
1Ein Psalm Davids, vorzusingen. Share to feedTweet 2HErr, auf dich traue ich. Laß mich nimmermehr zuschanden werden; errette mich durch deine Gerechtigkeit! Share to feedTweet 3Neige deine Ohren zu mir, eilend hilf mir! Sei mir ein starker Fels und eine Burg, daß du mir helfest. Share to feedTweet 4Denn du bist mein Fels und meine Burg, und um deines Namens willen wollest du mich leiten und führen. Share to feedTweet 5Du wollest mich aus dem Netze ziehen, das sie mir gestellet haben; denn du bist meine Stärke. Share to feedTweet 6In deine Hände befehle ich meinen Geist; du hast mich erlöset, HErr, du treuer GOtt. Share to feedTweet 7Ich hasse, die da halten auf lose Lehre; ich hoffe aber auf den HErrn. Share to feedTweet 8Ich freue mich und bin fröhlich über deiner Güte, daß du mein Elend ansiehest und erkennest meine Seele in der Not Share to feedTweet 9und übergibst mich nicht in die Hände des Feindes; du stellest meine Füße auf weiten Raum. Share to feedTweet 10HErr, sei mir gnädig, denn mir ist angst; meine Gestalt ist verfallen vor Trauern, dazu meine Seele und mein Bauch. Share to feedTweet 11Denn mein Leben hat abgenommen vor Trübnis und meine Zeit vor Seufzen; meine Kraft ist verfallen vor meiner Missetat, und meine Gebeine sind verschmachtet. Share to feedTweet 12Es gehet mir so übel, daß ich bin eine große Schmach worden meinen Nachbarn und eine Scheu meinen Verwandten; die mich sehen auf der Gasse, fliehen vor mir. Share to feedTweet 13Mein ist vergessen im Herzen wie eines Toten; ich bin worden wie ein zerbrochen Gefäß. Share to feedTweet 14Denn viele schelten mich übel, daß jedermann sich vor mir scheuet; sie ratschlagen miteinander über mich und denken mir das Leben zu nehmen. Share to feedTweet 15Ich aber, HErr, hoffe auf dich und spreche: Du bist mein GOtt. Share to feedTweet 16Meine Zeit stehet in deinen Händen. Errette mich von der Hand meiner Feinde und von denen, die mich verfolgen. Share to feedTweet 17Laß leuchten dein Antlitz über deinen Knecht; hilf mir durch deine Güte! Share to feedTweet 18HErr, laß mich nicht zuschanden werden; denn ich rufe dich an. Die Gottlosen müssen zuschanden und geschweiget werden in der Hölle. Share to feedTweet 19Verstummen müssen falsche Mäuler, die da reden wider den Gerechten, steif, stolz und höhnisch. Share to feedTweet 20Wie groß ist deine Güte, die du verborgen hast denen, die dich fürchten, und erzeigest denen, die vor den Leuten auf dich trauen. Share to feedTweet 21Du verbirgest sie heimlich bei dir vor jedermanns Trotz; du verdeckest sie in der Hütte vor den zänkischen Zungen. Share to feedTweet 22Gelobet sei der HErr, daß er hat eine wunderliche Güte mir bewiesen in einer festen Stadt! Share to feedTweet 23Denn ich sprach in meinem Zagen: Ich bin von deinen Augen verstoßen; dennoch höretest du meines Flehens Stimme, da ich zu dir schrie. Share to feedTweet 24Seid getrost und unverzagt, alle, die ihr des HErrn harret! Share to feedTweet