Luther (1545)
Psalm 35
1Ein Psalm Davids. HErr, hadere mit meinen Haderern; streite wider meine Bestreiter! Share to feedTweet 2Ergreife den Schild und Waffen und mache dich auf, mir zu helfen! Share to feedTweet 3Zücke den Spieß und schütze mich wider meine Verfolger! Sprich zu meiner Seele: Ich bin deine Hilfe. Share to feedTweet 4Es müssen sich schämen und gehöhnet werden, die nach meiner Seele stehen; es müssen zurückkehren und zuschanden werden, die mir übelwollen. Share to feedTweet 5Sie müssen werden wie Spreu vor dem Winde, und der Engel des HErrn stoße sie weg. Share to feedTweet 6Ihr Weg müsse finster und schlüpfrig werden, und der Engel des HErrn verfolge sie. Share to feedTweet 7Denn sie haben mir ohne Ursache gestellet ihre Netze, zu verderben, und haben ohne Ursache meiner Seele Gruben zugerichtet. Share to feedTweet 8Er müsse unversehens überfallen werden, und sein Netz, das er gestellet hat, müsse ihn fahen und müsse drinnen überfallen werden. Share to feedTweet 9Aber meine Seele müsse sich freuen des HErrn und fröhlich sein auf seine Hilfe. Share to feedTweet 10Alle meine Gebeine müssen sagen: HErr, wer ist deinesgleichen? Der du den Elenden errettest von dem, der ihm zu stark ist, und den Elenden und Armen von seinen Räubern. Share to feedTweet 11Es treten frevele Zeugen auf, die zeihen mich, des ich nicht schuldig bin. Share to feedTweet 12Sie tun mir Arges um Gutes, mich in Herzeleid zu bringen. Share to feedTweet 13Ich aber, wenn sie krank waren, zog einen Sack an, tat mir wehe mit Fasten und betete von Herzen stets. Share to feedTweet 14Ich hielt mich, als wäre es mein Freund und Bruder; ich ging traurig wie einer, der Leid trägt über seine Mutter. Share to feedTweet 15Sie aber freuen sich über meinen Schaden und rotten sich; es rotten sich die Hinkenden wider mich ohne meine Schuld; sie reißen und hören nicht auf. Share to feedTweet 16Mit denen, die da heucheln und spotten um des Bauchs willen, beißen sie ihre Zähne zusammen über mich. Share to feedTweet 17HErr, wie lange willst du zusehen? Errette doch meine Seele aus ihrem Getümmel und meine Einsame von den jungen Löwen. Share to feedTweet 18Ich will dir danken in der großen Gemeine und unter viel Volks will ich dich rühmen. Share to feedTweet 19Laß sich nicht über mich freuen, die mir unbillig feind sind, noch mit den Augen spotten, die mich ohne Ursache hassen. Share to feedTweet 20Denn sie trachten, Schaden zu tun und suchen falsche Sachen wider die Stillen im Lande; Share to feedTweet 21und sperren ihr Maul weit auf wider mich und sprechen: Da, da! das sehen wir gerne. Share to feedTweet 22HErr, du siehest es, schweige nicht; HErr, sei nicht ferne von mir! Share to feedTweet 23Erwecke dich und wache auf zu meinem Recht und zu meiner Sache, mein GOtt und HErr! Share to feedTweet 24HErr, mein GOtt, richte mich nach deiner Gerechtigkeit, daß sie sich über mich nicht freuen. Share to feedTweet 25Laß sie nicht sagen in ihrem Herzen: Da, da! das wollten wir. Laß sie nicht sagen: Wir haben ihn verschlungen. Share to feedTweet 26Sie müssen sich schämen und zu Schanden werden, alle, die sich meines Übels freuen; sie müssen mit Schande und Scham gekleidet werden, die sich wider mich rühmen. Share to feedTweet 27Rühmen und freuen müssen sich, die mir gönnen, daß ich recht behalte, und immer sagen: Der HErr müsse hoch gelobet sein, der seinem Knechte wohl will! Share to feedTweet 28Und meine Zunge soll reden von deiner Gerechtigkeit und dich täglich preisen. Share to feedTweet