Luther (1545)
Psalm 39
1Ein Psalm Davids, vorzusingen, für Jeduthun. Share to feedTweet 2Ich habe mir vorgesetzt, ich will mich hüten, daß ich nicht sündige mit meiner Zunge. Ich will meinen Mund zäumen, weil ich muß den Gottlosen so vor mir sehen. Share to feedTweet 3Ich bin verstummet und still und schweige der Freuden und muß mein Leid in mich fressen. Share to feedTweet 4Mein Herz ist entbrannt in meinem Leibe, und wenn ich dran gedenke, werde ich entzündet; ich rede mit meiner Zunge. Share to feedTweet 5Aber, HErr, lehre doch mich, daß es ein Ende mit mir haben muß, und mein Leben ein Ziel hat und ich davon muß. Share to feedTweet 6Siehe, meine Tage sind einer Hand breit bei dir, und mein Leben ist wie nichts vor dir. Wie gar nichts sind alle Menschen, die doch so sicher leben! Sela. Share to feedTweet 7Sie gehen daher wie ein Schemen und machen ihnen viel vergeblicher Unruhe; sie sammeln und wissen nicht, wer es kriegen wird. Share to feedTweet 8Nun, HErr, wes soll ich mich trösten? Ich hoffe auf dich. Share to feedTweet 9Errette mich von aller meiner Sünde und laß mich nicht den Narren ein Spott werden. Share to feedTweet 10Ich will schweigen und meinen Mund nicht auftun; du wirst's wohlmachen. Share to feedTweet 11Wende deine Plage von mir; denn ich bin verschmachtet von der Strafe deiner Hand. Share to feedTweet 12Wenn du einen züchtigest um der Sünde willen, so wird seine Schöne verzehret wie von Motten. Ach, wie gar nichts sind doch alle Menschen! Sela. Share to feedTweet 13Laß ab von mir, daß ich mich erquicke, ehe denn ich hinfahre und nicht mehr hie sei. Share to feedTweet