Luther (1545)
Sprüche 6
1Mein Kind, wirst du Bürge für deinen Nächsten und hast deine Hand bei einem Fremden verhaftet, Share to feedTweet 2so bist du verknüpft mit der Rede deines Mundes und gefangen mit den Reden deines Mundes. Share to feedTweet 3So tu doch, mein Kind, also und errette dich; denn du bist deinem Nächsten in die Hände kommen; eile, dränge und treibe deinen Nächsten! Share to feedTweet 4Laß deine Augen nicht schlafen noch deine Augenlider schlummern! Share to feedTweet 5Errette dich wie ein Reh von der Hand und wie ein Vogel aus der Hand des Voglers. Share to feedTweet 6Gehe hin zur Ameise, du Fauler, siehe ihre Weise an und lerne! Share to feedTweet 7Ob sie wohl keinen Fürsten noch Hauptmann noch Herrn hat, Share to feedTweet 8bereitet sie doch ihr Brot im Sommer und sammelt ihre Speise in der Ernte. Share to feedTweet 9Wie lange, liegst du, Fauler? Wann willst du aufstehen von deinem Schlaf? Share to feedTweet 10Ja, schlaf noch ein wenig, schlummere ein wenig, schlage die Hände ineinander ein wenig, daß du schlafest, Share to feedTweet 11so wird dich die Armut übereilen wie ein Fußgänger und der Mangel wie ein gewappneter Mann. Share to feedTweet 12Ein loser Mensch, ein schädlicher Mann, gehet mit verkehrtem Munde, Share to feedTweet 13winket mit Augen, deutet mit Füßen, zeiget mit Fingern, Share to feedTweet 14trachtet allezeit Böses und Verkehrtes in seinem Herzen und richtet Hader an. Share to feedTweet 15Darum wird ihm plötzlich sein Unfall kommen und wird schnell zerbrochen werden, daß keine Hilfe da sein wird. Share to feedTweet 16Diese sechs Stücke hasset der HErr, und am siebenten hat er einen Greuel: Share to feedTweet 17hohe Augen, falsche Zungen, Hände, die unschuldig Blut vergießen; Share to feedTweet 18Herz, das mit bösen Tücken umgehet; Füße, die behende sind, Schaden zu tun; Share to feedTweet 19falscher Zeuge, der frech Lügen redet, und der Hader zwischen Brüdern anrichtet. Share to feedTweet 20Mein Kind, bewahre die Gebote deines Vaters und laß nicht fahren das Gesetz deiner Mutter! Share to feedTweet 21Binde sie zusammen auf dein Herz allewege und hänge sie an deinen Hals: Share to feedTweet 22wenn du gehest, daß sie dich geleiten; wenn du dich legest, daß sie dich bewahren; wenn du aufwachest, daß sie dein Gespräch seien. Share to feedTweet 23Denn das Gebot ist eine Leuchte und das Gesetz ein Licht; und die Strafe der Zucht ist ein Weg des Lebens, Share to feedTweet 24auf daß du bewahret werdest vor dem bösen Weibe, vor der glatten Zunge der Fremden. Share to feedTweet 25Laß dich ihre Schöne nicht gelüsten in deinem Herzen und verfahe dich nicht an ihren Augenlidern. Share to feedTweet 26Denn eine Hure bringet einen ums Brot; aber ein Eheweib fähet das edle Leben. Share to feedTweet 27Kann auch jemand ein Feuer im Busen behalten, daß seine Kleider nicht brennen? Share to feedTweet 28Wie sollte jemand auf Kohlen gehen, daß seine Füße nicht verbrannt würden? Share to feedTweet 29Also gehet es, wer zu seines Nächsten Weib gehet; es bleibt keiner ungestraft, der sie berühret. Share to feedTweet 30Es ist einem Diebe nicht so große Schmach, ob er stiehlt, seine Seele zu sättigen, weil ihn hungert. Share to feedTweet 31Und ob er begriffen wird, gibt er's siebenfältig wieder und legt dar alles Gut in seinem Hause. Share to feedTweet 32Aber der mit einem Weibe die Ehe bricht, der ist ein Narr, der bringet sein Leben ins Verderben. Share to feedTweet 33Dazu trifft ihn Plage und Schande, und seine Schande wird nicht ausgetilget. Share to feedTweet 34Denn der Grimm des Mannes eifert und schonet nicht zur Zeit der Rache Share to feedTweet 35und siehet keine Person an, die da versöhne, und nimmt's nicht an, ob du viel schenken wolltest. Share to feedTweet