Luther (1545)
Sprüche 8
1Rufet nicht die Weisheit und die Klugheit läßt sich hören? Share to feedTweet 2Öffentlich am Wege und an der Straße stehet sie. Share to feedTweet 3An den Toren bei der Stadt, da man zur Tür eingehet, schreiet sie: Share to feedTweet 4O ihr Männer, ich schreie zu euch und rufe den Leuten! Share to feedTweet 5Merket, ihr Albernen, den Witz; und ihr Toren, nehmet es zu Herzen! Share to feedTweet 6Höret, denn ich will reden, was fürstlich ist, und lehren, was recht ist. Share to feedTweet 7Denn mein Mund soll die Wahrheit reden, und meine Lippen sollen hassen, das gottlos ist. Share to feedTweet 8Alle Reden meines Mundes sind gerecht; es ist nichts Verkehrtes noch Falsches drinnen. Share to feedTweet 9Sie sind alle gleichaus denen, die sie vernehmen, und richtig denen, die es annehmen wollen. Share to feedTweet 10Nehmet an meine Zucht lieber denn Silber und die Lehre achtet höher denn köstlich Gold. Share to feedTweet 11Denn Weisheit ist besser denn Perlen, und alles, was man wünschen mag, kann ihr nicht gleichen. Share to feedTweet 12Ich, Weisheit, wohne bei dem Witz und ich weiß guten Rat zu geben. Share to feedTweet 13Die Furcht des HErrn hasset das Arge, die Hoffart, den Hochmut und bösen Weg, und bin feind dem verkehrten Munde. Share to feedTweet 14Mein ist beides, Rat und Tat; ich habe Verstand und Macht. Share to feedTweet 15Durch mich regieren die Könige und die Ratsherren setzen das Recht. Share to feedTweet 16Durch mich herrschen die Fürsten und alle Regenten auf Erden. Share to feedTweet 17Ich liebe, die mich lieben; und die mich frühe suchen, finden mich. Share to feedTweet 18Reichtum und Ehre ist bei mir, wahrhaftig Gut und Gerechtigkeit. Share to feedTweet 19Meine Frucht ist besser denn Gold und fein Gold und mein Einkommen besser denn auserlesen Silber. Share to feedTweet 20Ich wandle auf dem rechten Wege, auf der Straße des Rechts, Share to feedTweet 21daß ich wohl berate, die mich lieben und ihre Schätze voll mache. Share to feedTweet 22Der HErr hat mich gehabt im Anfang seiner Wege; ehe er was machte, war ich da. Share to feedTweet 23Ich bin eingesetzt von Ewigkeit, von Anfang vor der Erde. Share to feedTweet 24Da die Tiefen noch nicht waren, da war ich schon bereitet, da die Brunnen noch nicht mit Wasser quollen, Share to feedTweet 25Ehe denn die Berge eingesenkt waren, vor den Hügeln war ich bereitet. Share to feedTweet 26Er hatte die Erde noch nicht gemacht, und was dran ist, noch die Berge des Erdbodens. Share to feedTweet 27Da er die Himmel bereitete, war ich daselbst; da er die Tiefe mit seinem Ziel verfassete, Share to feedTweet 28da er die Wolken droben festete, da er festigte die Brunnen der Tiefe, Share to feedTweet 29da er dem Meer das Ziel setzte und den Wassern, daß sie nicht übergehen seinen Befehl, da er den Grund der Erde legte: Share to feedTweet 30da war ich der Werkmeister bei ihm und hatte meine Lust täglich und spielte vor ihm allezeit Share to feedTweet 31und spielte auf seinem Erdboden; und meine Lust ist bei den Menschenkindern. Share to feedTweet 32So gehorchet mir nun, meine Kinder! Wohl denen, die meine Wege behalten! Share to feedTweet 33Höret die Zucht und werdet weise, und laßt sie nicht fahren! Share to feedTweet 34Wohl dem Menschen, der mir gehorchet, daß er wache an meiner Tür täglich, daß er warte an den Pfosten meiner Tür. Share to feedTweet 35Wer mich findet, der findet das Leben und wird Wohlgefallen vom HErrn bekommen. Share to feedTweet 36Wer aber an mir sündiget, der verletzt seine Seele. Alle, die mich hassen, lieben den Tod. Share to feedTweet