Luther (1545)
Römer 3
1Was haben denn die Juden Vorteils, oder was nützt die Beschneidung? Share to feedTweet 2Zwar fast viel. Zum ersten, ihnen ist vertrauet, was GOtt geredet hat. Share to feedTweet 3Daß aber etliche nicht glauben an dasselbige, was liegt daran? Sollte ihr Unglaube GOttes Glauben aufheben? Share to feedTweet 4Das sei ferne! Es bleibe vielmehr also, daß GOtt sei wahrhaftig und alle Menschen falsch; wie geschrieben steht: Auf daß du gerecht seiest in deinen Worten und überwindest, wenn du gerichtet wirst. Share to feedTweet 5Ist's aber also, daß unsere Ungerechtigkeit GOttes Gerechtigkeit preiset, was wollen wir sagen? Ist denn GOtt auch ungerecht, daß er darüber zürnet? (Ich rede also auf Menschenweise.) Share to feedTweet 6Das sei ferne! Wie könnte sonst GOtt die Welt richten? Share to feedTweet 7Denn so die Wahrheit GOttes durch meine Lüge herrlicher wird zu seinem Preis, warum sollte ich denn noch als ein Sünder gerichtet werden Share to feedTweet 8und nicht vielmehr also tun, wie wir gelästert werden, und wie etliche sprechen, daß wir sagen sollen: Lasset uns Übel tun, auf daß Gutes daraus komme? Welcher Verdammnis ist ganz recht. Share to feedTweet 9Was sagen wir denn nun? Haben wir einen Vorteil? Gar keinen. Denn wir haben droben bewiesen daß beide, Juden und Griechen, alle unter der Sünde sind, Share to feedTweet 10wie denn geschrieben stehet: Da ist nicht, der gerecht sei, auch nicht einer; Share to feedTweet 11da ist nicht, der verständig sei; da ist nicht, der nach GOtt frage. Share to feedTweet 12Sie sind alle abgewichen und allesamt untüchtig worden; da ist nicht, der Gutes tue, auch nicht einer. Share to feedTweet 13Ihr Schlund ist ein offen Grab; mit ihren Zungen handeln sie trüglich; Otterngift ist unter ihren Lippen; Share to feedTweet 14ihr Mund ist voll Fluchens und Bitterkeit; Share to feedTweet 15ihre Füße sind eilend, Blut zu vergießen; Share to feedTweet 16in ihren Wegen ist eitel Unfall und Herzeleid Share to feedTweet 17und den Weg des Friedens wissen sie nicht. Share to feedTweet 18Es ist keine Furcht GOttes vor ihren Augen. Share to feedTweet 19Wir wissen aber, daß, was das Gesetz, sagt, das sagt es denen, die unter dem Gesetz sind, auf daß aller Mund verstopfet werde, und alle Welt GOtt schuldig sei Share to feedTweet 20darum, daß kein Fleisch durch des Gesetzes Werke vor ihm gerecht sein mag; denn durch das Gesetz kommt Erkenntnis der Sünde. Share to feedTweet 21Nun aber ist ohne Zutun des Gesetzes die Gerechtigkeit, die vor GOtt gilt, offenbaret und bezeuget durch das Gesetz und die Propheten. Share to feedTweet 22Ich sage aber von solcher Gerechtigkeit vor GOtt, die da kommt durch den Glauben an JEsum Christum zu allen und auf alle, die da glauben. Share to feedTweet 23Denn es ist hier kein Unterschied; sie sind allzumal Sünder und mangeln des Ruhms, den sie an GOtt haben sollten, Share to feedTweet 24und werden ohne Verdienst gerecht aus seiner Gnade durch die Erlösung, so durch Christum JEsum geschehen ist, Share to feedTweet 25welchen GOtt hat vorgestellt zu einem Gnadenstuhl durch den Glauben in seinem Blut,damit er die Gerechtigkeit, die vor ihm gilt, darbiete, in dem, daß er Sünde vergibt, welche bis anher geblieben war unter göttlicher Geduld, Share to feedTweet 26auf daß er zu diesen Zeiten darböte die Gerechtigkeit, die vor ihm gilt, auf daß er allein gerecht sei und gerecht mache den, der da ist des Glaubens an JEsum. Share to feedTweet 27Wo bleibt nun der Ruhm? Er ist aus. Durch welches Gesetz? durch der Werke Gesetz? Nicht also, sondern durch des Glaubens Gesetz. Share to feedTweet 28So halten wir es nun, daß der Mensch gerecht werde ohne des Gesetzes Werke, allein durch den Glauben. Share to feedTweet 29Oder ist GOtt allein der Juden GOtt? Ist er nicht auch der Heiden GOtt? Ja freilich, auch der Heiden GOtt. Share to feedTweet 30Sintemal es ist ein einiger GOtt, der da gerecht macht die Beschneidung aus dem Glauben und die Vorhaut durch den Glauben. Share to feedTweet 31Wie? heben wir denn das Gesetz auf durch den Glauben? Das sei ferne! sondern wir richten das Gesetz auf. Share to feedTweet